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Mannheim, 03.03.2026 – Europäische Unternehmen entscheiden sich mehrheitlich dafür, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung fortzusetzen –und das, obwohl sie durch das Omnibus-Vereinfachungspaket der EU von den verbindlichen Anforderungen befreit wurden. Laut der neuen osapiens-Studie „Beyond Compliance: Sustainability Reporting After the Omnibus“ beabsichtigen 90 % der Unternehmen, die von den CSRD-Berichtspflichten ausgenommen wurden, ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung beizubehalten oder sogar auszuweiten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Berichterstattung für viele Unternehmen von einer regulatorischen Verpflichtung zu einer grundlegenden Geschäftsfunktion entwickelt hat.
Nachhaltigkeitsdaten werden proaktiv bei wichtigen Geschäftsentscheidungen einbezogen:
Die Befragten nannten eine verbesserte Transparenz in Bezug auf Klima-, Lieferketten- und Betriebsrisiken (49,2 %) als den wichtigsten Vorteil der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Weitere Vorteile sind ein stärkeres Vertrauen der Investoren durch überprüfbare Informationen (43,8 %), die Erfüllung der Berichts- und Prüfungsanforderungen von Kunden und Partnern (43,8 %) sowie eine bessere Integration von Finanz- und Nachhaltigkeitsentscheidungen (43,3 %).
Trotz des starken Engagements auf kurze Sicht zeigt die Studie eine strukturelle Spannung auf. Während 90 % der befragten Unternehmen beabsichtigen, weiterhin zu berichten, erwarten 84,5 %, dass die reduzierte behördliche Kontrolle letztendlich dazu führen wird, dass weniger interne Ressourcen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung bereitgestellt werden.
Budgetbeschränkungen (43 %), fragmentierte Datensysteme (40,7 %), mangelhafte Technologie-/Systemintegration (31 %) und unklare Zuständigkeiten (29,07 %) wurden als die wichtigsten internen Hindernisse für die Aufrechterhaltung einer strukturierten Berichterstattung identifiziert.
Dies führt zu einem, wie es in der Studie beschrieben wird, „Nachhaltigkeitsparadoxon”: einer hohen strategischen Anerkennung des Wertes der Berichterstattung bei gleichzeitig sinkender Ressourcenunterstützung. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Automatisierung und zentralisiertes Datenmanagement für Unternehmen, die die Qualität ihrer Berichterstattung aufrechterhalten und gleichzeitig mit Ressourcenengpässen umgehen müssen, von entscheidender Bedeutung sein werden. Dies gilt umso mehr, als die regulatorische Fragmentierung im Rahmen der freiwilligen Berichterstattung zunimmt und Unternehmen sich mit mehreren Rahmenwerken wie VSME, CCF, GRI und ISSB auseinandersetzen müssen.
Andreas Rasche, Professor an der Copenhagen Business School, merkt an: „Die Ergebnisse zeigen eine klare Präferenz für die Kontinuität der Berichterstattung bei größeren Unternehmen, die im Rahmen des Omnibus-I-Pakets von der Berichtspflicht befreit wurden. Diese Entwicklung rückt freiwillige Berichterstattung und Strategien, die über die Compliance hinausgehen, fest in den Vordergrund der zukünftigen Nachhaltigkeitsagenda.“
Alberto Zamora, Mitbegründer und Co-CEO von osapiens, fügt hinzu: „In den letzten Jahren war die regulatorische Entwicklung weitgehend einseitig: mehr Anforderungen, mehr Unternehmen im Geltungsbereich. Das Omnibus-Paket hat diese Richtung geändert. Unsere Daten zeigen jedoch, dass Unternehmen nicht zurückweichen, wenn die Verpflichtung aufgehoben wird. Sie haben erkannt, dass die Berichterstattung nicht mehr nur eine Compliance-Maßnahme ist, sondern Teil ihres Verständnisses von Risiken, ihrer Kapitalallokation und ihres nachhaltigen Wachstums.“
Die Studie zeigt, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung auch bei geringem regulatorischem Druck weiterhin eine zentrale Rolle für das Risikomanagement und die Glaubwürdigkeit von Unternehmen spielt. Sie wird zunehmend genutzt, um Finanzierungen zu sichern, Kunden- und Lieferkettenanforderungen zu erfüllen und Investitionen und Betriebsabläufe mit zuverlässigen Daten zu steuern – und wird damit zu einer Markterwartung und einem Wettbewerbsfaktor.
Hier können Sie den vollständigen Bericht herunterladen.
Über osapiens
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osapiens entwickelt Software, die Unternehmen dabei unterstützt, nachhaltiges Wachstum über ihre gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu erzielen.
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Christian Feuring
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