PPWR-Compliance verstehen: Diese technischen Nachweise, Konformitätserklärungen (DoC) und Materialanforderungen sind erforderlich

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Februar 5, 2026
Lesezeit 6 Min.

Unter der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation – PPWR) müssen Verpackungen klare Anforderungen erfüllen, bevor sie auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden dürfen. Die PPWR beschränkt sich jedoch nicht nur darauf, Design- oder Materialanforderungen festzulegen, sondern verlangt auch konkrete Nachweise. Unternehmen müssen demnach belegen, dass jede Verpackungsart die Vorgaben der Verordnung erfüllt.  

Das bedeutet vor allem, dass 

  • die Erstellung einer technischen Dokumentation, 
  • die Ausstellung einer Konformitätserklärung (Declaration of Conformity – DoC) und 
  • das Verständnis sowie die Einhaltung der zugrunde liegenden Materialvorgaben für beide Aspekte 

gewährleistet sind. 

Ohne diese Dokumentation ist der Nachweis der Konformität nicht möglich – selbst dann nicht, wenn die Verpackung allen materiellen Anforderungen entspricht. Damit wird die Dokumentation zum Rückgrat der PPWR. Sie unterstützt jeden weiteren Schritt der Verordnung und ermöglicht es den Behörden der Marktüberwachung, die Konformität simpel und einheitlich zu überprüfen. 

Welche technische Dokumentation die PPWR verlangt 

Die technische Dokumentation ist eine Bündelung von Informationen, die einen Verpackungsartikel beschreibt und nachweist, dass er die Anforderungen der Verordnung erfüllt. Sie muss vollständig, klar und jederzeit auf Anfrage verfügbar sein. 

Für jede Verpackungsart müssen Unternehmen Informationen sammeln, etwa zu den in der Verpackung verwendeten Materialien, zur Struktur oder explizit zu den einzelnen Komponenten (Schichten, Beschichtungen, Farben) sowie zu Angaben über beschränkte Stoffe. 

Die PPWR schreibt in diesem Rahmen kein bestimmtes Format vor. Allerdings muss die Dokumentation so aufgebaut sein, dass Behörden die Konformität möglichst schnell überprüfen können. Im Falle fehlender, veralteter oder widersprüchlicher Daten können Verzögerungen oder Durchsetzungsmaßnahmen die Folge sein. 

Eine häufige Herausforderung ist dabei der Umfang. Viele Unternehmen verwenden Dutzende oder sogar Hunderte von Verpackungsvarianten. Für jede einzelne verlangt die PPWR eine eigene Dokumentation. Damit wird ein leistungsfähiges Datenmanagement zu einer zentralen Voraussetzung. 

PPWR-Konformitätserklärung (Declaration of Conformity – DoC): Was Unternehmen hierzu wissen müssen 

Die Konformitätserklärung (Declaration of Conformity – DoC) ist die formale Erklärung, mit der bestätigt wird, dass ein Verpackungsartikel allen Anforderungen der PPWR entspricht. Auch wenn das Dokument selbst kurzgehalten ist, hat es vor allem eine erhebliche rechtliche Bedeutung: Mit der Unterzeichnung übernimmt das verantwortliche Unternehmen die volle Verantwortung für die Übereinstimmung der Verpackung mit dem EU-Recht. Die DoC muss die Verpackung eindeutig identifizieren, auf die zugrunde liegende technische Dokumentation verweisen und die Angaben zum verantwortlichen Unternehmen einschließlich Unterschrift und Datum enthalten. Ändert sich die Verpackung, muss auch die DoC aktualisiert werden, damit sie stets den aktuellen Stand widerspiegelt. 

In der Praxis bedeutet das: 

  • Die DoC bestätigt die Konformität und begründet die rechtliche Verantwortung. 
  • Sie muss durch eine vollständige und korrekte technische Dokumentation gestützt sein. 
  • Sie muss jederzeit für Behörden oder Geschäftspartner verfügbar sein und über viele Jahre aufbewahrt werden. 

Auch Importeure haben Pflichten: Sie müssen sicherstellen, dass für jede Verpackung, die sie in die EU einführen, eine gültige Konformitätserklärung vorliegt. Diese muss mindestens zehn Jahre lang nach dem Inverkehrbringen des Produkts aufbewahrt werden. In einigen Ländern muss die DoC in die jeweilige Landessprache übersetzt werden. Eine vollständige Liste der erforderlichen Inhalte ist auf der offiziellen EU-Website verfügbar. 

Sind die der DoC zugrunde liegenden Unterlagen unvollständig, kann die Erklärung nicht verlässlich ausgestellt werden. Damit ist es nicht möglich, die Konformität, die die PPWR zugrunde legt, nachzuweisen. 

Materialanforderungen der PPWR: Grenzwerte, Lebensmittelkontakt und Zusammensetzung von Verpackungen

Die PPWR verpflichtet Unternehmen dazu, genau zu verstehen, woraus ihre Verpackungen bestehen und nachzuweisen, dass sie bestimmte Materialanforderungen erfüllen. Die Verordnung konzentriert sich dabei auf drei zentrale Bereiche: 

  1. Stoffgrenzwerte 
    Verpackungen müssen Grenzwerte für Schwermetalle und andere beschränkte Stoffe konsequent einhalten. Die Einhaltung dieser Werte muss durch Prüfung oder Lieferantenzertifikate durch das zuständige Unternehmen verifiziert werden. Ohne diesen Nachweis gehen die Behörden von Nichtkonformität aus. 
  2. Vorschriften für den Lebensmittelkontakt 
    Werden Verpackungen für Lebensmittel verwendet, gelten zusätzliche Materialanforderungen. Dazu gehört unter anderem der Nachweis über das Nichtvorhandensein oder die Einhaltung von Grenzwerten für Stoffe wie PFAS. Die Dokumentation muss eindeutig ausweisen, ob eine Verpackung für den Lebensmittelkontakt bestimmt ist und wie sie die entsprechenden Vorgaben erfüllt. Weitere Informationen finden sich im osapiens PFAS Guide
  3. Materialzusammensetzung 
    Weiterhin müssen Unternehmen die eingesetzten Materialien auflisten, einschließlich der verwendeten Beschichtung, Klebstoff oder Druckfarbe. Diese Informationen sind wiederum relevant, um Designvorgaben einzuhalten, Stoffprüfungen durchzuführen und die Recyclingfähigkeit zu bewerten. 

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten mit diesen Anforderungen, da die notwendigen Verpackungsdaten häufig auf verschiedene interne Teams und Lieferantensysteme verteilt sind. Die PPWR verlangt ein gewisses Maß an Struktur und Datenqualität, das deutlich über frühere regulatorische Standards hinausgeht. 

Wie Unternehmen die technische Dokumentation nach PPWR systematisch aufbauen 

Unternehmen können sich auf die PPWR vorbereiten, indem sie diesen sechs klaren Schritten folgen: 

  1. Alle Verpackungen erfassen: Jede einzelne Verpackungsart separat identifizieren, einschließlich unterschiedlicher Größen und Varianten. 
  2. Material- und Stoffdaten zusammentragen: Vollständige Informationen von Lieferanten einholen und verifizieren. 
  3. Stoffgrenzwerte prüfen: Sicherstellen, dass jede Verpackungsart die vorgeschriebenen Grenzwerte einhält. 
  4. Die technische Dokumentationsdatei erstellen: Alle Informationen strukturiert ablegen, sodass sie leicht aktualisiert werden können. 
  5. Die Konformitätserklärung vorbereiten: Die DoC mit der technischen Dokumentation verknüpfen, damit alle Informationen konsistent zusammengeführt sind. 
  6. Die Dokumentation stets pflegen: Aktualisierungen vornehmen, sobald sich Verpackungen oder PPWR-Anforderungen ändern.

Mit diesen Schritten können Unternehmen eine belastbare Compliance-Basis aufbauen, die auch zukünftige Anforderungen der PPWR unterstützt. 

PPWR-Dokumentation: Zentrale Verwaltung mit dem osapiens HUB for Product Compliance 

Das Erfassen von Verpackungsdaten und die Erstellung der erforderlichen Dokumentation können zeitaufwendig und komplex sein. Der osapiens HUB for Product Compliance vereinfacht diese Aufgaben. Er bündelt alle Verpackungsinformationen an einem zentralen Ort, führt Teams Schritt für Schritt durch die relevanten Prozesse und stellt sicher, dass die Dokumentation miteinander verknüpft sind und immer auf aktuellem Stand sind. Mit klaren Workflows und automatischen Aktualisierungen lassen sich die technischen Anforderungen der PPWR zuverlässig umsetzen und die Compliance ist auch bei sich weiterentwickelnden Vorgaben sichergestellt. 

Mehr Klarheit zu PPWR? Die gibt es im osapiens PPWR Guide – Einfach herunterladen!


Unter der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation – PPWR) müssen Verpackungen klare Anforderungen erfüllen, bevor sie auf dem EU-Markt in Verkehr gebracht werden dürfen. Die PPWR beschränkt sich jedoch nicht nur darauf, Design- oder Materialanforderungen festzulegen, sondern verlangt auch konkrete Nachweise. Unternehmen müssen demnach belegen, dass jede Verpackungsart die Vorgaben der Verordnung erfüllt.  

Das bedeutet vor allem, dass 

  • die Erstellung einer technischen Dokumentation, 
  • die Ausstellung einer Konformitätserklärung (Declaration of Conformity – DoC) und 
  • das Verständnis sowie die Einhaltung der zugrunde liegenden Materialvorgaben für beide Aspekte 

gewährleistet sind. 

Ohne diese Dokumentation ist der Nachweis der Konformität nicht möglich – selbst dann nicht, wenn die Verpackung allen materiellen Anforderungen entspricht. Damit wird die Dokumentation zum Rückgrat der PPWR. Sie unterstützt jeden weiteren Schritt der Verordnung und ermöglicht es den Behörden der Marktüberwachung, die Konformität simpel und einheitlich zu überprüfen. 

Welche technische Dokumentation die PPWR verlangt 

Die technische Dokumentation ist eine Bündelung von Informationen, die einen Verpackungsartikel beschreibt und nachweist, dass er die Anforderungen der Verordnung erfüllt. Sie muss vollständig, klar und jederzeit auf Anfrage verfügbar sein. 

Für jede Verpackungsart müssen Unternehmen Informationen sammeln, etwa zu den in der Verpackung verwendeten Materialien, zur Struktur oder explizit zu den einzelnen Komponenten (Schichten, Beschichtungen, Farben) sowie zu Angaben über beschränkte Stoffe. 

Die PPWR schreibt in diesem Rahmen kein bestimmtes Format vor. Allerdings muss die Dokumentation so aufgebaut sein, dass Behörden die Konformität möglichst schnell überprüfen können. Im Falle fehlender, veralteter oder widersprüchlicher Daten können Verzögerungen oder Durchsetzungsmaßnahmen die Folge sein. 

Eine häufige Herausforderung ist dabei der Umfang. Viele Unternehmen verwenden Dutzende oder sogar Hunderte von Verpackungsvarianten. Für jede einzelne verlangt die PPWR eine eigene Dokumentation. Damit wird ein leistungsfähiges Datenmanagement zu einer zentralen Voraussetzung. 

PPWR-Konformitätserklärung (Declaration of Conformity – DoC): Was Unternehmen hierzu wissen müssen 

Die Konformitätserklärung (Declaration of Conformity – DoC) ist die formale Erklärung, mit der bestätigt wird, dass ein Verpackungsartikel allen Anforderungen der PPWR entspricht. Auch wenn das Dokument selbst kurzgehalten ist, hat es vor allem eine erhebliche rechtliche Bedeutung: Mit der Unterzeichnung übernimmt das verantwortliche Unternehmen die volle Verantwortung für die Übereinstimmung der Verpackung mit dem EU-Recht. Die DoC muss die Verpackung eindeutig identifizieren, auf die zugrunde liegende technische Dokumentation verweisen und die Angaben zum verantwortlichen Unternehmen einschließlich Unterschrift und Datum enthalten. Ändert sich die Verpackung, muss auch die DoC aktualisiert werden, damit sie stets den aktuellen Stand widerspiegelt. 

In der Praxis bedeutet das: 

  • Die DoC bestätigt die Konformität und begründet die rechtliche Verantwortung. 
  • Sie muss durch eine vollständige und korrekte technische Dokumentation gestützt sein. 
  • Sie muss jederzeit für Behörden oder Geschäftspartner verfügbar sein und über viele Jahre aufbewahrt werden. 

Auch Importeure haben Pflichten: Sie müssen sicherstellen, dass für jede Verpackung, die sie in die EU einführen, eine gültige Konformitätserklärung vorliegt. Diese muss mindestens zehn Jahre lang nach dem Inverkehrbringen des Produkts aufbewahrt werden. In einigen Ländern muss die DoC in die jeweilige Landessprache übersetzt werden. Eine vollständige Liste der erforderlichen Inhalte ist auf der offiziellen EU-Website verfügbar. 

Sind die der DoC zugrunde liegenden Unterlagen unvollständig, kann die Erklärung nicht verlässlich ausgestellt werden. Damit ist es nicht möglich, die Konformität, die die PPWR zugrunde legt, nachzuweisen. 

Materialanforderungen der PPWR: Grenzwerte, Lebensmittelkontakt und Zusammensetzung von Verpackungen

Die PPWR verpflichtet Unternehmen dazu, genau zu verstehen, woraus ihre Verpackungen bestehen und nachzuweisen, dass sie bestimmte Materialanforderungen erfüllen. Die Verordnung konzentriert sich dabei auf drei zentrale Bereiche: 

  1. Stoffgrenzwerte 
    Verpackungen müssen Grenzwerte für Schwermetalle und andere beschränkte Stoffe konsequent einhalten. Die Einhaltung dieser Werte muss durch Prüfung oder Lieferantenzertifikate durch das zuständige Unternehmen verifiziert werden. Ohne diesen Nachweis gehen die Behörden von Nichtkonformität aus. 
  2. Vorschriften für den Lebensmittelkontakt 
    Werden Verpackungen für Lebensmittel verwendet, gelten zusätzliche Materialanforderungen. Dazu gehört unter anderem der Nachweis über das Nichtvorhandensein oder die Einhaltung von Grenzwerten für Stoffe wie PFAS. Die Dokumentation muss eindeutig ausweisen, ob eine Verpackung für den Lebensmittelkontakt bestimmt ist und wie sie die entsprechenden Vorgaben erfüllt. Weitere Informationen finden sich im osapiens PFAS Guide
  3. Materialzusammensetzung 
    Weiterhin müssen Unternehmen die eingesetzten Materialien auflisten, einschließlich der verwendeten Beschichtung, Klebstoff oder Druckfarbe. Diese Informationen sind wiederum relevant, um Designvorgaben einzuhalten, Stoffprüfungen durchzuführen und die Recyclingfähigkeit zu bewerten. 

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten mit diesen Anforderungen, da die notwendigen Verpackungsdaten häufig auf verschiedene interne Teams und Lieferantensysteme verteilt sind. Die PPWR verlangt ein gewisses Maß an Struktur und Datenqualität, das deutlich über frühere regulatorische Standards hinausgeht. 

Wie Unternehmen die technische Dokumentation nach PPWR systematisch aufbauen 

Unternehmen können sich auf die PPWR vorbereiten, indem sie diesen sechs klaren Schritten folgen: 

  1. Alle Verpackungen erfassen: Jede einzelne Verpackungsart separat identifizieren, einschließlich unterschiedlicher Größen und Varianten. 
  2. Material- und Stoffdaten zusammentragen: Vollständige Informationen von Lieferanten einholen und verifizieren. 
  3. Stoffgrenzwerte prüfen: Sicherstellen, dass jede Verpackungsart die vorgeschriebenen Grenzwerte einhält. 
  4. Die technische Dokumentationsdatei erstellen: Alle Informationen strukturiert ablegen, sodass sie leicht aktualisiert werden können. 
  5. Die Konformitätserklärung vorbereiten: Die DoC mit der technischen Dokumentation verknüpfen, damit alle Informationen konsistent zusammengeführt sind. 
  6. Die Dokumentation stets pflegen: Aktualisierungen vornehmen, sobald sich Verpackungen oder PPWR-Anforderungen ändern.

Mit diesen Schritten können Unternehmen eine belastbare Compliance-Basis aufbauen, die auch zukünftige Anforderungen der PPWR unterstützt. 

PPWR-Dokumentation: Zentrale Verwaltung mit dem osapiens HUB for Product Compliance 

Das Erfassen von Verpackungsdaten und die Erstellung der erforderlichen Dokumentation können zeitaufwendig und komplex sein. Der osapiens HUB for Product Compliance vereinfacht diese Aufgaben. Er bündelt alle Verpackungsinformationen an einem zentralen Ort, führt Teams Schritt für Schritt durch die relevanten Prozesse und stellt sicher, dass die Dokumentation miteinander verknüpft sind und immer auf aktuellem Stand sind. Mit klaren Workflows und automatischen Aktualisierungen lassen sich die technischen Anforderungen der PPWR zuverlässig umsetzen und die Compliance ist auch bei sich weiterentwickelnden Vorgaben sichergestellt. 

Mehr Klarheit zu PPWR? Die gibt es im osapiens PPWR Guide – Einfach herunterladen!