EUDR-Verzögerung aktuell: Neue Leitlinien der EU-Kommission veröffentlicht & was das für Ihre Compliance bedeutet

Mit der Veröffentlichung der finalen EUDR-FAQs, der Vereinfachungsprüfung und der neuen Leitlinien rückt nun die praktische Umsetzung der EUDR-Compliance in den Fokus. Die Updates konkretisieren Anwendungsbereich, Datenanforderungen und Sorgfaltspflichten – und machen es unerlässlich, deren Auswirkungen auf Ihr Unternehmen und Ihre Prozesse zu bewerten.

EUDR Verzögerung · Aktueller Status

Was bedeutet die EUDR-Verzögerung konkret?

  • Was wurde verschoben?

    Der Beginn der Durchsetzung wurde auf den 30. Dezember 2026 verschoben – für kleinere und mittlere Unternehmen auf den 30. Juni 2027. Die Verordnung selbst ist jedoch bereits seit Juni 2023 in Kraft.

  • Was wurde NICHT verschoben?

    Die grundsätzliche Verpflichtung zur Sorgfaltspflicht bleibt bestehen. Unternehmen müssen weiterhin nachweisen, dass ihre EUDR relevanten Produkte entwaldungsfrei
    sind.

  • Welche Verpflichtungen bestehen?

    Geolokalisierungsdaten, Risikobewertung, Lieferanten-Due-Diligence und die Nutzung des EU-Informationssystems TRACES NT – all das wird Ende 2026 Pflicht.

  • Was passiert, wenn Unternehmen warten?

    Wer erst bei Inkrafttreten mit der Implementierung des internen EUDR Prozesses beginnt, riskiert Lieferkettenunterbrechungen, Bußgelder und Reputationsschäden.

EUDR-Compliance für Importeure:

Importeure stehen im Mittelpunkt der EUDR Compliance. Laden Sie unsere Checkliste herunter und behalten Sie Ihre Umsetzung im Blick.

Für Importeure

Die drei zentralen Sorgfaltspflichten

Informationen zur Lieferkette sammeln

Importeure müssen detaillierte Informationen über ihre Lieferkette sammeln. Dazu gehören insbesondere die Geolokalisierung der Produktionsflächen, Angaben zu Produzenten und Lieferanten, die betroffenen ProdukteMengen sowie relevante Nachweise zur Legalität der Produktion.

Diese Informationen bilden die Grundlage für die anschließende Risikobewertung nach der EUDR.

Ihr 5-Schritte Plan

Was Unternehmen 2026 konkret tun müssen

  • 1. Lieferkette analysieren

    Identifizieren Sie alle relevanten Lieferanten, die EUDR-Relevante Rohstoffe produzieren.

  • 2. Lieferantendaten erfassen

    Erheben Sie Geolokalisationsdaten der bestellten Rohstoffe mit ihrem Lieferanten.

  • 3. Risikoanalyse durchführen

    Bewerten Sie die Risiken (Entwaldung, Compliance mit den lokalen Gesetzen) jedes Lieferanten und jeder Herkunftsregion systematisch.

  • 4. Meldung im EU TRACES System

    Reichen Sie für jeden relevanten Import Ihre Sorgfaltspflichterklärung über das Informationssystem EU TRACES ein.

  • 5. EUDR Daten an Kunden weitergeben

    Stellen Sie Ihren Kunden Referenznummern ("DDS") und relevante EUDR-Nachweise bereit, damit auch nachgelagerte Unternehmen ihre Berichtspflichten erfüllen können.

Vermeidbare Risiken

Typische Fehler nach der Verzögerung

Erreichen Sie EUDR - Compliance mit Leichtigkeit

Häufig gestellte Fragen zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR)