TPD

Tabakproduktrichtlinie (TPD): Rückverfolgbarkeit und Track & Trace

Seit Mai 2024 gilt die Rückverfolgbarkeit für alle Tabakerzeugnisse in der EU. Die geplante Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie könnte die Track-and-Trace-Pflichten künftig auf weitere Nikotinprodukte ausweiten.

Aktueller Stand der TPD-Überarbeitung

Die öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie endete am 14. August 2026. Die Europäische Kommission plant derzeit, die überarbeiteten Vorschriften im Dezember 2026 vorzulegen. Der Zeitplan kann sich noch ändern

Die Konsultation gab Unternehmen und anderen Interessengruppen Gelegenheit, Stellung zu den geplanten Änderungen zu nehmen – insbesondere zur möglichen Ausweitung der Track-and-Trace-Anforderungen auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids sowie zu den vorgesehenen Übergangsfristen.

Für Hersteller von E-Zigaretten, Nikotinbeuteln und E-Liquids ist das Ergebnis besonders relevant. Es wird zeigen, ob bestehende Systeme gezielt erweitert oder grundlegend angepasst werden müssen.

Für bestehende Tabakerzeugnisse gelten die Rückverfolgbarkeitspflichten bereits heute: für Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen seit dem 20. Mai 2019, für alle übrigen Tabakerzeugnisse seit dem 20. Mai 2024. Bestände von Tabakerzeugnissen, die vor dem 20. Mai 2024 hergestellt oder in Verkehr gebracht wurden, durften nur während einer Übergangsfrist weiterverkauft werden. Diese Übergangsfrist endete am 20. Mai 2026.

Zeitplan der Verordnung

Mai 2016

Die TPD2 tritt in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft.

Mai 2026

Die Europäische Kommission eröffnet eine öffentliche Konsultation zur TPD3, die eine Ausweitung des Geltungsbereichs auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids umfasst.

Mai 2014

Die EU-Richtlinie 2014/40/EU (TPD2) wurde verabschiedet und führt verbindliche Rückverfolgbarkeits- und Sicherheitsmerkmale für Tabakerzeugnisse ein.

2018

In den delegierten Verordnungen und Durchführungsverordnungen der Kommission werden die technischen Standards für das EU-Track-and-Trace-System festgelegt, einschließlich des Rahmens für die Vergabe von Identifikationsnummern und der Architektur des Registers.

15. June 2026

Die öffentliche Konsultation zu TPD3 endet.

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  • 2014
    Mai 2014

    Die EU-Richtlinie 2014/40/EU (TPD2) wurde verabschiedet und führt verbindliche Rückverfolgbarkeits- und Sicherheitsmerkmale für Tabakerzeugnisse ein.

  • 2016
    Mai 2016

    Die TPD2 tritt in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft.

  • 2018
    2018

    In den delegierten Verordnungen und Durchführungsverordnungen der Kommission werden die technischen Standards für das EU-Track-and-Trace-System festgelegt, einschließlich des Rahmens für die Vergabe von Identifikationsnummern und der Architektur des Registers.

  • 2026
    Mai 2026

    Die Europäische Kommission eröffnet eine öffentliche Konsultation zur TPD3, die eine Ausweitung des Geltungsbereichs auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids umfasst.

  • 15. June 2026

    Die öffentliche Konsultation zu TPD3 endet.

Welche Anforderungen gelten

Die EU-Tabakproduktrichtlinie (Richtlinie 2014/40/EU) legt Anforderungen für Hersteller, Importeure, Großhändler, Vertriebsunternehmen und Einzelhändler fest, die Tabakerzeugnisse auf dem EU-Markt bereitstellen. Dazu gehören die Rückverfolgbarkeit der Produkte und ein Sicherheitsmerkmal zur Überprüfung ihrer Echtheit.

Das Track-and-Trace-System schreibt vor, dass jede Einzelpackung ein individuelles Erkennungsmerkmal (UI) tragen muss. An relevanten Stationen der Lieferkette werden Packungen gescannt und ihre Bewegungen erfasst. Die erforderlichen Daten werden über den EU-Router an die zuständigen Datenspeicher übermittelt. Zusätzlich muss jede Packung ein manipulationssicheres Sicherheitsmerkmal tragen, mit dem sich ihre Echtheit überprüfen lässt.

Die Track-and-Trace-Anforderungen gelten seit dem 20. Mai 2019 für Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen und seit dem 20. Mai 2024 für alle übrigen Tabakerzeugnisse. E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids fallen derzeit nicht unter diese Vorgaben. Die geplante Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie könnte diese Produktkategorien künftig einbeziehen. Ein Gesetzgebungsvorschlag wird bis Ende 2026 erwartet.

Was Unternehmen bei der TPD-Konformität beachten müssen

Unterschiedliche Anforderungen in den EU-Mitgliedstaaten

Jeder EU-Mitgliedstaat hat eine eigene ID-Ausgabestelle. Die technischen Standards, Einreichungsformate und Validierungsanforderungen unterscheiden sich je nach Markt. Diese Stellen werden von spezialisierten Anbietern betrieben, darunter Dentsu, Crane NXT und CRPT.

Hersteller und Importeure, die ihre Produkte in mehreren EU-Ländern vertreiben, müssen daher Verbindungen zu den jeweiligen nationalen Systemen einrichten, pflegen und kontinuierlich überwachen.

Ein Übermittlungsfehler kann die Auslieferung blockieren

Jede Einzelpackung muss während der Produktion serialisiert und anschließend Umverpackungen, Kartons und Paletten korrekt zugeordnet werden. Dabei müssen die Beziehungen zwischen den einzelnen Verpackungsebenen eindeutig abgebildet und alle erforderlichen Daten rechtzeitig an das zuständige Repository übermittelt werden – bevor die Lieferung das Werk verlässt.

Ein Validierungs- oder Übermittlungsfehler kann dazu führen, dass eine Sendung nicht freigegeben wird.

TPD submission error

Fragmentierte Track-and-Trace-Systeme erschweren die Erweiterung auf neue Produktkategorien

Viele Hersteller haben ihre Track-and-Trace-Infrastruktur für einzelne Märkte separat aufgebaut. Dadurch kommen häufig unterschiedliche Systeme, Produktionsanlagen und ERP-Integrationen zum Einsatz.

Sollten die künftigen Anforderungen auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids ausgeweitet werden, reichen einfache Erweiterungen solcher fragmentierten Systeme möglicherweise nicht aus. Bestehende Prozesse, Schnittstellen und Systemlandschaften müssten dann unter Umständen grundlegend überarbeitet oder vereinheitlicht werden.

TPD fragmented track

Jetzt auf mögliche neue Anforderungen vorbereiten

Ein Gesetzgebungsvorschlag wird bis Ende 2026 erwartet. Unternehmen sollten sich dennoch frühzeitig mit möglichen Änderungen befassen.

Entscheidend ist, ob die bestehende Track-and-Trace-Infrastruktur künftig auch weitere Produktkategorien unterstützen kann. Die Prüfung und gegebenenfalls Anpassung von Systemen, Schnittstellen und Prozessen kann mehr Zeit in Anspruch nehmen, als eine spätere Übergangsfrist lässt.

TPD 3 preparation
OSAPIENS HUB FOR PRODUCT COMPLIANCE

TPD-Konformität im EU-Markt – bereit für künftige Anforderungen

Der osapiens HUB für Track & Trace Tobacco unterstützt die Serialisierung und Aggregation von Tabakerzeugnissen sowie die Anbindung an ID-Ausgabestellen und die Übermittlung der erforderlichen Daten. Die Lösung deckt alle derzeit erfassten Tabakproduktkategorien in den 27 EU-Mitgliedstaaten ab.

Sollte die geplante Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie (TPD3) die Verpflichtungen auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids ausweiten, kann dieselbe Plattform auch diese zusätzlichen Produktkategorien abdecken. Eine separate Implementierung ist dafür nicht erforderlich.

Eine zentrale Schnittstelle zu den ID-Ausgabestellen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten

Der osapiens HUB ist über eine zentrale Integrationsschicht direkt an die zuständigen Ausgabestellen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten sowie an Anbieter primärer Repositorien wie Dentsu, Zetes, Atos, KASI und Honeywell angebunden. Individuelle Erkennungsmerkmale werden zentral angefordert, verwaltet und bei Bedarf nachbestellt. Änderungen an den Schnittstellen der Ausgabestellen werden von osapiens umgesetzt, sodass auf Kundenseite keine Anpassungen erforderlich sind.

FAQs

Eine Plattform für Tabak-Track-and-Trace in allen 27 EU-Mitgliedstaaten

Der osapiens HUB ist an die zuständigen ID-Ausgabestellen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten angebunden und unterstützt die Serialisierung und Aggregation in Echtzeit.

Die Plattform lässt sich künftig auch für E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids einsetzen, falls die überarbeitete Tabakproduktrichtlinie (TPD3) diese Produktkategorien einbezieht.

Mehr als 300 Unternehmenskunden in 41 Ländern vertrauen bereits auf osapiens.

Ein HUB. Betrieb und Compliance vereint.