Die TPD2 tritt in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft.
Tabakproduktrichtlinie (TPD): Track-and-Trace-Anforderungen
Seit Mai 2024 gilt die Rückverfolgbarkeit für alle Tabakprodukte in der EU. Mit der TPD3 sollen die Track-and-Trace-Verpflichtungen ab 2028 auch auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids ausgeweitet werden.
Nächster Stichtag:
15. Juni 2026: Die öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der TPD3 endet. Ein Gesetzgebungsvorschlag wird bis Ende 2026 erwartet.
Die Europäische Kommission hat im Mai 2026 die formelle Konsultation zur Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie eröffnet. Sie bot Unternehmen und weiteren Interessengruppen die letzte Möglichkeit, Einfluss auf die geplante Ausweitung des Geltungsbereichs, die Track-and-Trace-Anforderungen für neue Produktkategorien und die vorgesehenen Übergangsfristen zu nehmen. Für Hersteller von E-Zigaretten, Nikotinbeuteln und E-Liquids ist das Ergebnis besonders relevant. Es wird mitentscheiden, ob bestehende Systeme lediglich gezielt erweitert oder grundlegend angepasst werden müssen.
Für bestehende Tabakerzeugnisse gelten die Rückverfolgbarkeitspflichten bereits heute: für Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen seit dem 20. Mai 2019, für alle übrigen Tabakerzeugnisse seit dem 20. Mai 2024. Bestände anderer Tabakerzeugnisse, die vor dem 20. Mai 2024 hergestellt oder in Verkehr gebracht wurden und noch keine eindeutige Kennung tragen, durften nur während einer Übergangsfrist weiterverkauft werden. Diese Übergangsfrist endete am 20. Mai 2026.
Zeitplan der Verordnung
Was die Richtlinie vorschreibt
Die EU-Tabakproduktrichtlinie (Richtlinie 2014/40/EU) gilt für Hersteller, Importeure, Großhändler, Vertreiber und Einzelhändler, die Tabakprodukte auf dem EU-Markt bereitstellen oder vertreiben. Sie umfasst zwei zentrale Compliance-Systeme.
Das Track-and-Trace-System verlangt, dass jede Einzelpackung mit einer eindeutigen Kennung versehen wird. An den relevanten Stationen der Lieferkette werden die Bewegungen der Packung gescannt und über den EU-Router in einem Netzwerk nationaler Datenspeicher erfasst. Zusätzlich muss jede Packung ein manipulationssicheres Sicherheitsmerkmal tragen, das die Echtheit des Produkts bestätigt.
Die Track-and-Trace-Anforderungen gelten seit Mai 2019 für Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen und seit Mai 2024 für alle übrigen Tabakerzeugnisse. Neue Produktkategorien wie E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids fallen bislang nicht unter diese Vorgaben. Im Zuge der geplanten Überarbeitung der Tabakproduktrichtlinie sollen die Verpflichtungen jedoch auf diese Kategorien ausgeweitet werden. Ein entsprechender Gesetzgebungsvorschlag wird bis Ende 2026 erwartet.
Herausforderungen bei der Umsetzung der TPD-Track-and-Trace-Vorschriften
Unterschiedliche Anforderungen in jedem EU-Markt
Jeder EU-Mitgliedstaat verfügt über eine eigene ID-Ausgabestelle mit jeweils unterschiedlichen technischen Standards, Einreichungsformaten und Validierungsanforderungen. Betrieben werden diese Stellen von einer begrenzten Zahl spezialisierter Anbieter, darunter Dentsu, Crane NXT und CRPT, wobei die konkrete Ausgestaltung je nach Markt variiert.
Hersteller und Importeure, die ihre Produkte in mehreren EU-Ländern vertreiben, müssen daher separate Verbindungen zu den jeweiligen nationalen Systemen einrichten, pflegen und kontinuierlich überwachen.
Ein Übermittlungsfehler kann die gesamte Lieferung stoppen
Jede Einzelpackung muss während des laufenden Produktionsprozesses serialisiert und anschließend korrekt zu Umverpackungen, Kartons und Paletten zusammengefasst werden. Dabei müssen die jeweiligen Eltern-Kind-Beziehungen eindeutig abgebildet und alle relevanten Daten an das zuständige Repository übermittelt werden, bevor die Lieferung das Werk verlässt.
Tritt an einer Stelle dieses Prozesses ein Validierungs- oder Übermittlungsfehler auf, kann dies dazu führen, dass die gesamte Sendung nicht freigegeben wird.
Fragmentierte Track-and-Trace-Systeme erschweren die Erweiterung auf neue Produktkategorien
Viele Hersteller haben ihre Track-and-Trace-Infrastruktur für jeden Markt separat aufgebaut. Dadurch bestehen häufig unterschiedliche Softwarelösungen, Produktionsanlagen und ERP-Integrationen für die einzelnen Länder.
Werden die Anforderungen der TPD3 auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids ausgeweitet, reichen einfache Erweiterungen solcher fragmentierten Systeme oft nicht aus. Stattdessen müssen bestehende Prozesse, Schnittstellen und Systemlandschaften möglicherweise grundlegend überarbeitet oder vereinheitlicht werden.
Die Vorbereitung auf TPD3 sollte bereits jetzt beginnen
Der Gesetzgebungsvorschlag zur TPD3 wird für Ende 2026 erwartet, die neuen Anforderungen sollen voraussichtlich ab 2028 gelten. Unternehmen sollten jedoch nicht bis zur Veröffentlichung des Entwurfs warten.
Die zentrale Frage ist, ob die bestehende Track-and-Trace-Infrastruktur neue Produktkategorien ohne grundlegende Anpassungen abbilden kann. Die Prüfung und mögliche Neugestaltung von Systemen, Schnittstellen und Prozessen kann mehr Zeit in Anspruch nehmen, als die spätere Übergangsfrist bietet.
Vollständige TPD-Konformität für den EU-Markt, vorbereitet auf TPD3
Der osapiens HUB für Track & Trace Tobacco unterstützt die Serialisierung, die Anbindung an ID-Aussteller, die Aggregation sowie die Übermittlung an das Repository für alle derzeit erfassten Tabakproduktkategorien in sämtlichen 27 EU-Mitgliedstaaten. Sollte TPD3 die entsprechenden Verpflichtungen auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids ausweiten, kann dieselbe Plattform auch diese zusätzlichen Produktkategorien abdecken. Eine separate Implementierung ist dafür nicht erforderlich.
Über eine einzige Integrationsschicht mit allen 27 EU-Ausgabestellen verbunden
Der osapiens HUB ist über eine zentrale Integrationsschicht direkt an die zuständigen Ausgabestellen in allen 27 EU-Mitgliedstaaten sowie an Anbieter primärer Repositorien wie Dentsu, Zetes, Atos, KASI und Honeywell angebunden. Individuelle Erkennungsmerkmale werden zentral angefordert, verwaltet und bei Bedarf nachbestellt. Änderungen an den Schnittstellen der Ausgabestellen werden von osapiens umgesetzt, sodass auf Kundenseite keine Anpassungen erforderlich sind.
Serialisierung und Aggregation bei voller Liniengeschwindigkeit, ohne bestehende Anlagen auszutauschen
Die Serialisierung und Aggregation erfolgen bei laufender Produktionsgeschwindigkeit über einen vor Ort installierten Line Controller, der an die vorhandenen Etikettier- und Codiersysteme angebunden wird. Die Kommunikation mit den Ausgabestellen und Repositorien erfolgt über die Cloud. REST- und SOAP-APIs übertragen die Produktionsdaten automatisch an ERP- und WMS-Systeme.
Erweitern Sie die Lösung auf E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids, ohne die bestehende Systemarchitektur neu aufzusetzen
Sobald TPD3 in Kraft tritt, können E-Zigaretten, Nikotinbeutel und E-Liquids in die bestehende Plattform integriert werden. Eine Neugestaltung oder separate Implementierung ist dafür nicht erforderlich. osapiens übernimmt die technische Anpassung an die neuen regulatorischen Anforderungen.
RESSOURCEN UND LEITFÄDEN ZUR TPD-KONFORMITÄT
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